GAI Temp
Ein Programm, dass dir die Temperatur deiner Festplatte oder deines Prozessors im Gnome-Panel oder als sog. "Dockapp" in verschiedenen Fenstermanagern anzeigt.
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Neuigkeiten
Portage Overlay für 0.1.1
Enthält ein patch, der Probleme mit der sandbox behebt. Kann auch für andere Distributionen nützlich sein.
Version 0.1.1 erschienen
folgende Neuerungen:
- Abhilfe beim seg.fault beim Speichern der Konfiguration auf manchen Systemen
- alternative Pfade für die ACPI-Temperaturabfrage (allerdings (noch) fest einprogrammiert)
Voraussetzungen
- gai >= 0.5.8
- Linux >= 2.6 für Lm_sensors ("uname -r" gibt Auskunft)
- hddtemp
als daemon, um die Festplattentemperatur anzuzeigen.
- acpi-Unterstützung im Linux-Kernel
Pakete
gai-temp gibt es bisher in folgenden "Paketen":
- gai-temp-0.1.1.tar.gz als Quellcode
(md5-sum)
- gai-temp_overlay-0.1.1.tar.gz als Gentoo Portage overlay(md5-sum)
Entpacke gai-temp_overlay-0.1.1.tar.gz in dein Portage overlay verzeichnis, z.B. /usr/local/portage (setze dazu /etc/make.conf : PORTDIR_OVERLAY=/usr/local/portage);
rufe dann als root folgende Befehle auf:
cd /usr/local/portage
tar xzvf /pfad/zu/gai-temp_overlay-0.1.1.tar.gz
echo x11-plugins/gai-temp ~x86 >> /etc/portage/package.keywords
emerge gai-temp
Demaskiere x11-libs/gai falls nötig:
echo x11-libs/gai ~x86 >> /etc/portage/package.keywords
- und hier das gentoo ebuild gai-temp-0.1.1.ebuild einzeln, sowie gai-temp-sandbox_fix.patch
Installation vom Quellcode ausgehend
Es wird der unter Unix sehr verbreitete Dreischritt zur Installation von Quellpaketen verwendet.
./configure --prefix=/usr
make
make install
Letzteres muss als root aufgerufen werden, um die nötige Berechtigung zu erhalten, ein neues Programm systemweit zu installieren.
Wie geht es weiter?
Wenn gai-temp zum ersten mal gestartet wird, egal ob als gnome-panel Programm oder nicht, werden alle Temperaturen angezeigt, die gai-temp auslesen kann. Mitunter können das mehr als fünf sein. Die Anzahl der gleichzeitig angezeigten Temperaturen kann im Einstellungsmenü geändert werden. Standartmäßig liegt sie bei drei, kann aber frei gewählt werden.
Ansonsten kann man für eine Temperaturgruppe (z.B. für alle Temperaturen, die über lm_sensors eingelesen werden) eine hohe und eine kritische Temperatur definieren und gruppenübergreifend dafür die Schriftfarbe festlegen. Geplant ist auch die Möglichkeit für jeden "Sensor" die Temperaturgrenzen einzeln festlegbar zu gestalten.
Dann ist es noch möglich die Temperatureinheit zu wählen, also zwischen Celsius (standart), Fahrenheit und Kelvin. Der einzige Nachteil ist, dass die Temperaturgrenzen für hohe und kritische Temperatur in Celsius eingegeben werden müssen.
Interessant für alle, die kein Gnome verwenden, ist die Möglichkeit die Temperaturen vertikal zu staffeln, eine andere Schriftart zu wählen und die Hintergrundfarbe zu wechseln. Standartmäßig sind die Temperaturen horizontal angeordnet und der standart GTK+ Hintergrund sowie die standart Schriftart werden verwendet, damit gai-temp besser ins Gnome-Panel passt.
Schließlich kann noch ein alternativer Name für jeden Temperatursensor vergeben werden. Nur wird dieser bisher noch nicht verwendet.
Etwas fürs Auge

aus dem Gnome-Panel

diesmal vertikal

das Einstellungs-Menü

die Seite für lm_sensors
Details
GAI-Temp bezieht sein Daten über die Temperatur der Komponenten aus folgenden Quellen:
- hddtemp
Neuere Festplatten besitzen oftmals einen Temperatursensor. Dieser ist, wenn SMART im BIOS des Rechners aktiviert ist, mittels hddtemp ansprechbar. Dazu muss das Programm allerdings mit root-Rechten laufen. Deshalb kann hddtemp, als daemon im Hintergrund laufend, über Netzwerk-Sockets die Temperatur bereitstellen. Dadurch ist es möglich die Temperatur über Netzwerk abzufragen, was gai-temp aber (noch) nicht kann. Es wird z.Z. nur die lokale Temperatur gelesen.
Weitere Informationen gibt es unter http://coredump.free.fr/linux/hddtemp.php
- acpi
Linux-ACPI unterstützt die Erweiterung "thermal zones". Egal, ob als Modul "thermal" geladen oder einkompiliert, es wird, wenn das Mainboard es unterstützt, eine Datei "/proc/acpi/thermal_zone/THRM/temperature" erzeugt, aus der gai-temp die benötigten Daten gewinnt.
Beispieldateiinhalt:
temperature: 48 C
- lm_sensors
Lm_sensors ist ein Projekt, welches es sich zum Ziel gesetzt hat die "Sensoren" eines Rechers zu überwachen. Dazu haben sie Werkzeuge und Bibliotheken entwickelt, die gai-temp aber nicht verwendet. Stattdessen liest es die Daten, ähnlich wie bei acpi, aus einem virtuellen Dateisystem aus. Diesmal ist es aber das SYS Dateisystem, in dem alles mögliche zu finden ist. Vor Linux 2.6 legte lm_sensors die Sensorinformationen im PROC-Dateisystem ab; aus diesem Grund funktioniert gai-temps lm_sensors Lesefähigkeit nur auf Linux 2.6.
Unter "/sys/devices/platform/" sucht gai-temp nach Verzeichnissen mit dem Namen i2c-[Zahl]. In diesen befindet sich dann ein Ordner namens [Zahl]-*. Dort sind nun eine Menge an Dateien zu finden:
-r--r--r-- 1 root root 4096 28. Sep 09:09 alarms
-rw-r--r-- 1 root root 4096 28. Sep 09:09 beep_enable
-rw-r--r-- 1 root root 4096 28. Sep 09:09 beep_mask
...
-r--r--r-- 1 root root 4096 28. Sep 09:09 temp1_input
-rw-r--r-- 1 root root 4096 28. Sep 09:09 temp1_max
-rw-r--r-- 1 root root 4096 28. Sep 09:09 temp1_max_hyst
-rw-r--r-- 1 root root 4096 28. Sep 09:09 temp1_type
...
Relevant für gai-temp sind lediglich temp?_input. Bei mir steht temp1 für die Temperatur des Mainboards und temp2 zeigt die gleiche Temperatur an, wie sie auch aus acpi_thermal_zone gelesen werden kann, also die Prozessortemperatur.
Diese Dateien beinhalten lediglich eine ganzzahl, die die Temperatur in Milli-Grad-Celsius [°C * 10^-3] enthält.
Weiter Informationen, Installationsanleitungen etc. gibt es unter http://secure.netroedge.com/~lm78/
alle Verweise nochmal zur Übersicht
- Die Bibliothek, ohne die all dies gar nicht möglich gewesen wäre:
General Applet Interface (GAI)
Nochmal Danke an Jonas Aaberg für die Unterstützung und die vielen beantworteten Fragen ;-)
- hddtemp, das Programm, dass die Sensoren moderner Festplatten lesen kann.
- lm_sensors, die es sich auch zum Ziel gesetzt haben durch das Lesen der Sensordaten von Rechnern deren "Gesundheit" zu bewahren.
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